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Der Gegenstand der 'scientia intuitiva' 13

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Dec. 6th, 2009 | 08:10 am

Keine mystische oder asketische Interpretation des fünften Teils der 'Ethik' kann eine plausible Erklärung der Beziehung zwischen diesem Werk und dem 'Politischen Traktat' geben. Was sagt zunächst Spinoza am Beginn seines Traktats? : Der Gegenstand seiner Untersuchung sind die "Grundlagen des Staates", welche "nicht den Lehrsätzen der Vernunft zu entnehmen sind; sie sind vielmehr aus der gemeinsamen Natur oder Verfasstheit der Menschen herzuleiten" (TP1/7). Man kann nicht erwarten, ausgehend von den Lehren der Vernunft (der zweiten Erkenntnisart), eine Wissenschaft vom Staat zu erhalten. Zu diesem Zweck benötigt man vielmehr einen Deduktionstyp (der oben als zweiter bezeichnet wurde), wo die "gemeinsame Natur der Menschen" die Stelle der Attribute einnimmt und die konkrete Dynamik der Grundlagen der "Regierung" die Stelle der Einzeldinge.

Anders gesagt, die politische Wissenschaft ist im höchsten Sinn eine 'scientia intuitiva'.

Bleibt zu klären in welchem Sinne ...

Christofolini, Paolo, 1998(2): Spinoza. Chemins dans l'Ethique'. Paris. S. 99f

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